Wenn die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, zieht es viele wieder nach draußen. Niederösterreich bietet dafür zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten – viele davon sogar kostenlos. Zwischen Donau, Weinbergen und alpinen Landschaften finden sich abwechslungsreiche Ziele, die sich ideal für einen Tagesausflug eignen.
Marillenblüte in der Wachau
Die Marillenblüte zählt zu den bekanntesten Frühlingsphänomenen in Niederösterreich. Je nach Witterung stehen die Bäume meist zwischen Mitte März und Anfang April in voller Blüte und prägen das Landschaftsbild der Wachau.
Beliebt ist der Marillenweg rund um Spitz und Weißenkirchen. Die Strecke führt durch Weingärten und kleine Orte, immer wieder mit Blick auf die Donau. Im Frühling ist es hier deutlich ruhiger als in den Sommermonaten.
Wer die Blüte sehen möchte, sollte den Zeitpunkt im Auge behalten: Sie dauert oft nur etwa zehn bis 14 Tage. Ein spontaner Ausflug kann sich daher auszahlen.
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Natur erleben im Nationalpark Donau-Auen
Der Nationalpark Donau-Auen erstreckt sich zwischen Wien und Bratislava und gehört zu den letzten großen Aulandschaften Europas. Im Frühling verändert sich die Landschaft sichtbar: Überschwemmte Wiesen, verzweigte Wasserarme und frisches Grün prägen das Gebiet.
Ein saisonales Highlight ist die Bärlauchblüte, bei der große Teile des Waldes von einem dichten Pflanzenteppich bedeckt sind. Gleichzeitig beginnt die Brutzeit vieler Vogelarten, was sich auch an der Geräuschkulisse bemerkbar macht.
Die Wege sind großteils eben und gut beschildert. Einstiegsmöglichkeiten gibt es etwa in Orth an der Donau oder Stopfenreuth. Der Nationalpark eignet sich besonders für Spaziergänge und Radtouren ohne große Anforderungen.
Aussicht bei der Burgruine Dürnstein
Die Burgruine Dürnstein ist vor allem durch die Geschichte rund um Richard Löwenherz bekannt und zugleich ein beliebter Aussichtspunkt. Der Aufstieg beginnt direkt im Ort und dauert je nach Route rund 30 bis 45 Minuten.
Der Weg führt über schmale Pfade und Stufen und ist stellenweise steil, aber gut ausgebaut. Oben bietet sich ein weiter Blick über die Donau und die umliegenden Weingärten. Gerade im Frühling sind die Bedingungen durch mildere Temperaturen besonders angenehm.
Festes Schuhwerk ist empfehlenswert. Wer früh startet, kann stärker frequentierte Zeiten vermeiden.
Spaziergang im Kurpark Baden
Der Kurpark Baden liegt am Rand der Innenstadt und ist eine gut erreichbare Grünanlage für kürzere Ausflüge. Er verbindet Natur mit städtischer Infrastruktur und eignet sich besonders für Spaziergänge.
Im Frühling beginnen die ersten Pflanzen zu blühen, die Wiesen werden wieder grün. Der Bereich rund um das Rosarium ist auch vor der Hauptblüte im Sommer zugänglich.
Durch die Anbindung, etwa mit der Badner Bahn, ist der Park auch ohne Auto gut erreichbar und bietet eine unkomplizierte Möglichkeit für eine kurze Auszeit im Freien.
Wandern durch die Ötschergräben
Die Ötschergräben im Naturpark Ötscher-Tormäuer zählen zu den bekanntesten Naturräumen des Landes. Schluchten, Bäche und Wasserfälle prägen das Gebiet – im Frühling besonders durch die Schneeschmelze.
Eine häufig begangene Route führt von Wienerbruck über den Ötscherhias durch die Schlucht. Der Weg verläuft über Stege, Brücken und schmale Pfade entlang des Wassers.
Die Tour ist länger und teilweise anspruchsvoller als ein Spaziergang, aber technisch gut machbar. Wer sie plant, sollte ausreichend Zeit einrechnen und auf geeignetes Schuhwerk achten.
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