Lisbeth Kern ist seit 29 Jahren ununterbrochen Bürgermeisterin von Petzenkirchen und damit die längst dienende Ortschefin Niederösterreichs. Trotz Überlegungen, ihr Amt abzugeben, wurde sie 2025 mit gestärktem Rückhalt wiedergewählt und setzt nun weitere zentrale Projekte für die Gemeinde um.
Lisbeth Kern wurde mit 40 Jahren zur Bürgermeisterin ihrer Heimatgemeinde Petzenkirchen gewählt. Doch das war bereits 1996. 29 Jahre später wurde sie wiedergewählt. Kern hält das Amt der Bürgermeisterin somit seit den 90ern durchgehend inne. Mit ihrer fast drei Jahrzehnte währenden Amtszeit ist sie die längstdienende Bürgermeisterin Niederösterreichs und die dienstälteste Frau im Bürgermeisteramt in Österreich. Während dieser Zeit hat sie einiges erleben dürfen, dennoch wurde sie von den letzten Wahlen überrascht:
„Mich wirft nach 29 Jahren an der Gemeindespitze so schnell nichts um, aber bei der Gemeinderatswahl habe ich meinen Mitarbeitern gesagt, dass sie sich das Wahlergebnis noch einmal genau anschauen sollen, denn mit einem Mandat mehr und einem Stimmenplus von fünf Prozent habe selbst ich nicht gerechnet“, erzählt die Langzeit-Bürgermeisterin.
Denn bei der Gemeinderatswahl im Jänner 2025 festigte Kern ihre Position noch weiter. Während die SPÖ vor fünf Jahren unter ihrer Führung knapp 57 Prozent der Stimmen erzielte, steigerte sie diesen Anteil nun auf nahezu 62 Prozent. Dieses Ergebnis unterstreicht das Vertrauen und die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Arbeit. Ihr Engagement wurde bereits 2023 gewürdigt, als sie die Viktor-Adler-Plakette für ihre langjährige und engagierte Tätigkeit erhielt. Sven Hergovich, Landesparteivorsitzender der SPÖ Niederösterreich, betonte dabei, dass Kerns Einsatz in Petzenkirchen an jeder Ecke spürbar sei und die Lebensqualität der Gemeinde durch ihre Initiativen deutlich gesteigert wurde.
Die dienstälteste Bürgermeisterin hatte eigentlich überlegt das Amt abzugeben
Kern hatte eigentlich überlegt, das Amt an einen Nachfolger abzugeben, wurde aber gebeten, noch eine Amtszeit zu übernehmen. Das passe ihr jedoch auch gut, da sie aktuell noch einige Projekte umsetzt: „Die Kinder ziehen noch heuer in ihren neuen Kindergarten ein, unser früheres Amtshaus wird saniert, ein neues Feuerwehrhaus und ein Tennisplatz sind in der Planung und mit unserer Nachbargemeinde Bergland wird eine neue Brücke über die Erlauf gebaut“ erzählt Kern.
Neben ihrer Tätigkeit als Bürgermeisterin engagiert sich Kern auch auf Landesebene und ist eine wichtige Ansprechpartnerin in politischen Fragen. Ihr langjähriges Wirken und ihre Erfahrung machen sie zu einer Schlüsselperson in der niederösterreichischen Kommunalpolitik.
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