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Home Politik

Neue Studie zeigt: Leistbarer Wohnraum in NÖ trotz steigender Nachfrage Mangelware

Lisa Schauer von Lisa Schauer
16. Januar 2026
in Politik
Lesezeit: 3 min zum Lesen
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Besorgte junge Frau als Symbol für die Entwicklung des Immobilienmarkts in Niederösterreich.

Hohe Preissteigerungen am Immobilienmarkt belasten vor allem junge Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. Bildquelle: Freepik. https://www.freepik.com/free-photo/medium-shot-woman-holding-phone_12066961.htm

In Niederösterreich steigt die Nachfrage nach Wohnraum, vor allem in den Ballungsräumen rund um Wien. Das treibt die Preise weiter nach oben. Strenge Kreditbedingungen und hohe Eigenmittel erschweren den Traum vom Eigenheim für viele zusätzlich.

Steigende Nachfrage, hohe Preise – „Niederösterreichs Wohnmarkt aus dem Gleichgewicht geraten“

Im Rahmen des „RE/MAX Real Estate Future Index“ haben rund 650 Immobilienexpertinnen und -experten aus ganz Österreich den aktuellen Wohnmarkt analysiert. Für Niederösterreich wurde dabei ein deutlicher Nachfrageanstieg von 4,1 Prozent festgestellt. Das bedeutet, dass in Niederösterreich mehr Menschen Wohnraum brauchen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass das Angebot trotz eines Plus von 3,5 Prozent langsamer wächst. Wer in Niederösterreich also nach Wohnraum sucht, trifft auf ein knappes Angebot. Das wiederum treibt die Preise weiter in die Höhe.

Besonders gefragt bleiben der Wiener Speckgürtel und größere Ballungszentren, aber auch ländliche Regionen gewinnen wieder an Attraktivität. Parallel dazu rechnet RE/MAX mit spürbaren Preissteigerungen: landesweit von bis zu 4,4 Prozent, im Wiener Speckgürtel sogar von bis zu 5,7 Prozent.

Christian Samwald, Wohnsprecher der SPÖ Niederösterreich, zeigt sich in einer aktuellen Presseaussendung schockiert von dieser Entwicklung: „Der Mietmarkt ist endgültig aus dem Gleichgewicht geraten – und die schwarz-blaue Landeskoalition schaut tatenlos zu.“

Kaufinteresse steigt – Eigentum bleibt Hürde

Die Studie zeigt klar: Das Interesse an Eigentum nimmt zu, der Zugang bleibt für viele eingeschränkt. Baugrundstücke verzeichnen ein Nachfrageplus von 3,6%, gleichzeitig steigen die Preise um knapp 4%. Den stärksten Nachfragezuwachs gibt es bei Immobilien in Einzellagen mit plus 6,5%. In zentralen Lagen sind besonders Eigentumswohnungen gefragt mit 4,8% Nachfragesteigerung und selber Preissteigerung. In Landgemeinden fallen die Preissteigerungen mit 2,9% etwas moderater aus. Laut RE/MAX konzentriert sich die Nachfrage daher zunehmend auf kleinere, sanierungsbedürftige oder vergleichsweise günstige Objekte.

Mietmarkt unter besonderem Druck

Am angespanntesten bleibt die Lage am Mietmarkt. Zwar steigt die Nachfrage nach Mietwohnungen nur moderat, das Angebot kann jedoch nicht mithalten. Für neu abgeschlossene Mietverträge rechnet RE/MAX trotz des bundesweiten Mietpreisstopps ab Jänner 2026 mit Steigerungen von rund vier Prozent – am Stadtrand sogar bis zu 4,7 Prozent. In gefragten Regionen des Wiener Speckgürtels fallen die Zuwächse noch höher aus.

„Während Eigentum für immer mehr Menschen unerreichbar wird, steigen die Mieten Jahr für Jahr deutlich stärker als die Einkommen“, stellt Samwald fest.

In Stadt und Land: Preise entscheiden über Nachfrage

Wie stark die regionale Entwicklung auseinander geht, zeigt sich auch in einzelnen Bezirken. In St. Pölten sind Häuser in städtischer Lage im Preissegment zwischen 220.000 und 300.000 Euro besonders gefragt. In Regionen wie Melk oder Scheibbs sind Neubauten für viele Haushalte kaum mehr leistbar. Städte wie Amstetten, Waidhofen/Ybbs oder St. Valentin dämpfen mit hohen Preisen bereits die Nachfrage. Weil der Weg ins Eigenheim für viele versperrt bleibt, steigt der Druck auf den Mietmarkt weiter.

„Wohnen ist ein Grundrecht“ – Handlungsbedarf bei der Landesregierung

Aus Sicht der SPÖ Niederösterreich zeigt die RE/MAX-Studie klar, dass der Markt allein die Wohnfrage nicht lösen kann. Handlungsbedarf liegt bei der Landesregierung, denn besonders junge Menschen und Familien geraten zunehmend unter Druck.

 „Wir brauchen wieder eine aktive Wohnbaupolitik: mehr gemeinnützigen Wohnbau und eine Zweckbindung der Wohnbauförderung“, fordert Samwald.

Die Studie verdeutlicht damit zwei Entwicklungen: einen vorsichtigen Aufschwung bei Kaufimmobilien und einen weiterhin stark angespannten Mietmarkt. Dennoch fehlen Lösungen, die leistbares Wohnen wieder garantieren.

„Wohnen ist ein Grundrecht – kein Luxusgut. Wer weiter zusieht, wie Mieten explodieren, verspielt das Vertrauen einer ganzen Generation. Niederösterreich braucht jetzt leistbaren Wohnraum“, so Samwald.

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Schlagworte: Immobilien NÖ 2026Immobilienmarkt 2026leistbarer Wohnraum NÖRE/MAX Wohnraumstudie 2026
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