Steigende Energiepreise, leistbares Wohnen und eine funktionierende Gesundheitsversorgung: Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche Themen Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher derzeit besonders beschäftigen. Viele dieser Punkte finden sich im „guten Plan für Niederösterreich“, dem vom SPÖ NÖ-Landtagsklub – gemeinsam mit über 100 Expertinnen und Experten – erarbeiteten Zukunftsprogramm. Der Plan enthält Maßnahmen zu Energie, Wohnen, Arbeit, Gesundheit und Sozialpolitik.
Energiepreise als größtes Problem im Alltag
Ganz oben auf der Sorgenliste steht das Thema Energie: 66 Prozent der Befragten nennen steigende Energiepreise als eines der größten Probleme im Bundesland. Ein Vorschlag aus dem NÖ-Plan zielt genau darauf ab, indem die Gewinne des Landesenergieversorgers EVN künftig stärker den Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern zugutekommen sollen.
Die Umfrage zeigt, dass dieser Vorschlag auf breite Zustimmung stößt. Laut Umfrage halten 94 Prozent der Befragten eine Rückgabe von Übergewinnen an die Bevölkerung für sinnvoll.

Gesundheitsversorgung im Fokus
Auch die medizinische Versorgung beschäftigt viele Menschen. 50 Prozent der Befragten nennen Gesundheit als eines der wichtigsten Themen für Niederösterreich. Der NÖ-
Plan setzt hier auf den Ausbau von Gesundheitszentren mit Haus- und Fachärzten unter einem Dach und trifft damit einen Nerv. Besonders in ländlichen Gemeinden, wo Ordinationen schließen und Wartezeiten länger werden, wird die Initiative als längst überfälliger Schritt gesehen.
Viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher kennen das Problem aus dem Alltag: Der nächste Facharzt ist weit, die Hausärztin überlastet. Regionale Gesundheitszentren könnten genau hier Abhilfe schaffen. Mit kürzeren Wegen und abgestimmter Betreuung sollen sie eine Anlaufstelle für alle sein. Angesichts des zunehmenden Ärztemangels in vielen Regionen sehen viele Menschen darin einen wichtigen Schritt, um die Gesundheitsversorgung langfristig zu stabilisieren.

Leistbares Wohnen
Darüber hinaus beschäftigt das Thema Wohnen viele Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher. 40 Prozent der Befragten sehen steigende Wohnkosten als großes Problem im Bundesland.
Als mögliche Lösung wird unter anderem ein Bodenfonds für günstiges Bauland diskutiert. Um mehr leistbaren Wohnraum zu schaffen, könnte das Land gezielt Grundstücke ankaufen und diese anschließend Gemeinden oder Bauprojekten zu günstigeren Konditionen zur Verfügung stellen.
Gerade für junge Familien und Menschen mit mittlerem Einkommen wird es in vielen Regionen zunehmend schwieriger, sich Eigentum oder eine leistbare Wohnung zu sichern.

Neue Chancen am Arbeitsmarkt
Große Zustimmung gibt es auch bei arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Besonders deutlich fällt das Ergebnis bei der Idee einer Arbeitsplatzgarantie für Langzeitarbeitslose nach dem Modell „Marienthal“ aus. Rund 78 Prozent der Befragten halten diese Maßnahme für sinnvoll.
Ähnlich eindeutig fällt die Meinung beim Thema Migration aus. Eine große Mehrheit der Befragten befürwortet die Einführung einer gemeinnützigen Arbeitspflicht für Asylsuchende.

Familien entlasten
Auch familienpolitische Maßnahmen stoßen auf Zustimmung. Der Umfrage zufolge sprechen sich rund 70 Prozent der Befragten dafür aus, dass der Kindergarten bereits ab dem ersten Lebensjahr kostenlos sein soll.
Auch im NÖ-Plan wird dieser Bereich angesprochen. Das Ziel ist Familien finanziell zu entlasten und gleichzeitig bessere Bildungschancen für Kinder zu schaffen.

Viele Vorschläge greifen zentrale Sorgen auf
Die Umfrage zeigt damit deutlich, welche Themen den Alltag der Menschen im Land derzeit prägen – allen voran Energiepreise, Wohnen, Gesundheit und Arbeit – und welche politischen Maßnahmen auf besonders breite Zustimmung stoßen.








