Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich bleibt auch im Februar 2026 hoch. Laut aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktservice waren mehr als 55.000 Menschen arbeitslos, inklusive Schulungsteilnehmern sind es über 66.000 – ein deutlicher Anstieg dem Vorjahr gegenüber. Gleichzeitig gibt es deutlich weniger offene Stellen, was die Jobsuche für viele weiter erschwert.
Die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich bleibt auch im Februar 2026 hoch. Die aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktservice (AMS) zeigen deutlich: Viele Menschen suchen weiterhin Arbeit und die Situation hat sich im Vergleich zum Vorjahr verschärft.
Mehr als 55.000 Menschen sind in Niederösterreich arbeitslos
Ende Februar waren insgesamt 55.327 Personen beim AMS arbeitslos gemeldet. Zählt man jene hinzu, die gerade eine Schulung oder Weiterbildung besuchen, suchten insgesamt 66.055 Menschen einen Job. Das sind rund fünf Prozent mehr als im Februar des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote liegt bei 8,0 Prozent. Das bedeutet: Von 100 erwerbsfähigen Menschen sind 8 derzeit ohne Arbeitsplatz. Österreichweit liegt die Quote mit 8,3 Prozent etwas höher, allerdings ist der Anstieg in Niederösterreich stärker ausgefallen.

Weniger offene Stellen erschweren die Suche
Gleichzeitig sinkt die Zahl der freien Stellen deutlich. Ende Februar meldeten Unternehmen beim AMS 11.324 offene Stellen. Das sind rund 16 Prozent weniger als vor einem Jahr. Für Arbeitssuchende bedeutet das: Mehr Bewerber konkurrieren um weniger offene Stellen. Wer beispielsweise im Handel oder als Bürokraft arbeitet und gekündigt wird, muss außerdem oft länger suchen, bis sich eine neue Jobmöglichkeit ergibt. Auch Jugendliche und junge Erwachsene spüren die angespannte Lage: Die Zahl der offenen Lehrstellen ist zurückgegangen. Viele Jugendliche finden daher keine Ausbildungsstelle.
Industrie besonders betroffen
Nicht alle Branchen trifft es gleich stark. Vor allem in der Warenherstellung – also in Fabriken und Industriebetrieben – verlieren mehr Menschen ihren Job als noch vor einem Jahr. Auch im Gesundheits- und Sozialbereich steigt die Zahl der Arbeitslosen. Im Handel und in der Gastronomie zeigt sich die Lage etwas stabiler. Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt jedoch angespannt.
Frauen stärker betroffen
Frauen trifft die aktuelle Entwicklung etwas stärker als Männer. Ein möglicher Grund ist das steigende Pensionsalter. Viele Frauen bleiben länger im Berufsleben. Verlieren sie kurz vor der Pension ihre Arbeit, finden sie oft nur schwer wieder eine neue Stelle. Dadurch steigt für manche das Risiko von Altersarmut. Gerade ältere Arbeitssuchende brauchen daher gezielte Unterstützung.

SPÖ fordert mehr Unterstützung für regionale Betriebe
Die SPÖ Niederösterreich wertet die aktuellen Zahlen als Warnsignal. Besonders kritisch sieht die Partei, dass die Arbeitslosigkeit im Bundesland stärker gestiegen ist als im österreichweiten Durchschnitt.
Landesparteichef und Landesrat Sven Hergovich (SPÖ) spricht von einer „besorgniserregenden Entwicklung für Niederösterreich“. Aus Sicht der Partei braucht es jetzt eine aktive Arbeitsmarktpolitik. Gefordert werden Investitionen in Beschäftigung, mehr Unterstützung für regionale Betriebe sowie zusätzliche Mittel für Qualifizierung und Weiterbildung. Vor allem ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Jugendliche am Beginn ihres Berufslebens sollen stärker gefördert werden.
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