NÖ Aktuell
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Zitate
  • Geschichte
  • Niederösterreich Lexikon
  • Regionales
  • Gesellschaft
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Abo
    • Newsletter
    • Newsalert
NÖ Aktuell
  • Zitate
  • Geschichte
  • Niederösterreich Lexikon
  • Regionales
  • Gesellschaft
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Abo
    • Newsletter
    • Newsalert
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
NÖ Aktuell
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
Home Gesellschaft

Arbeitslosigkeit in Niederösterreich: Frauen besonders stark betroffen

Lisa Schauer von Lisa Schauer
22. April 2026
in Gesellschaft
Lesezeit: 3 min zum Lesen
A A
0
Symbolbild einer Frau im Bewerbungsgespräch für hohe Arbeitslosigkeit unter Frauen

Frauen in Niederösterreich besonders stark von Arbeitslosigkeit betroffen. Bildquelle: Freepik. https://www.freepik.com/free-photo/hr-manager-conducting-interview_5399865.htm

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich um fünf Prozent gestiegen. Insgesamt sind 58.690 Personen ohne Job oder in Schulungen beim AMS gemeldet. Mit einer steigenden Arbeitslosigkeit von 9,5 Prozent sind Frauen besonders stark betroffen. Gründe dafür sind vor allem die schwächere Entwicklung einzelner Branchen, in denen viele Frauen arbeiten, sowie das steigende Pensionsalter.

Arbeitslosigkeit in NÖ steigt um 5 Prozent – stärkster Zuwachs bundesweit

Ende März waren in Niederösterreich 58.690 Personen arbeitslos oder in Schulungen beim AMS gemeldet. Das entspricht einem Anstieg von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der höchste Zuwachs im Bundesländervergleich. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,9 Prozent und damit um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Österreichweit beträgt die Quote derzeit 7,5 Prozent.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei Frauen: Während die Arbeitslosigkeit bei Männern um 2,5 Prozent zunahm, lag der Anstieg bei Frauen bei 9,5 Prozent. Damit sind Frauen überproportional von der aktuellen Entwicklung betroffen. Auch bei Jugendlichen ist die Arbeitslosigkeit um 4,7 Prozent gestiegen. Zusätzlich suchen 17,3 Prozent mehr Personen als im Vorjahr eine Lehrstelle.

Gesundheits- und Sozialwesen mit plus 13,9 Prozent: Frauen besonders betroffen

Ein wesentlicher Grund für die höhere Arbeitslosigkeit liegt in den starken Unterschieden zwischen einzelnen Wirtschaftsbereichen. In mehreren Bereichen mit hohem Frauenanteil steigt die Arbeitslosigkeit überproportional. Besonders deutlich zeigt sich das im Gesundheits- und Sozialwesen mit einem Plus von 13,9 Prozent. Auch in der Warenherstellung mit 9 Prozent sowie in der öffentlichen Verwaltung mit 7,9 Prozent gab es deutliche Anstiege. Im Bauwesen hingegen ist die Arbeitslosigkeit zuletzt zurückgegangen.

Vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen ist der Frauenanteil besonders hoch. Gleichzeitig sind die Einkommen oft niedrig, die Arbeitsbelastung hoch und Beschäftigungsverhältnisse teilweise unsicher. Branchen, in denen überwiegend Frauen beschäftigt sind, stehen damit zunehmend unter Druck. Angestellte in der Pflege berichten zudem von schwierigen Arbeitsbedingungen, wie hohem Zeitdruck oder körperlicher Belastung.

Steigendes Pensionsalter als Risiko für Arbeitslosigkeit im Alter

Außerdem erhöht das steigende Pensionsalter das Risiko für Arbeitslosigkeit bei Frauen. Viele bleiben dadurch länger im Berufsleben und verlieren kurz vor dem erwarteten Pensionsantritt den Arbeitsplatz. In dieser Lebensphase ist es oft schwer, eine neue Stelle zu finden, zumal die Chancen auf dem Arbeitsmarkt bei älteren Bewerberinnen sinken. Dadurch haben ältere Arbeitnehmerinnen ein erhöhtes Risiko, in Langzeitarbeitslosigkeit zu geraten, wodurch auch die Gefahr von Altersarmut steigt. Besonders deutlich wird diese Entwicklung bei den 60- bis 65-Jährigen: Hier waren im Februar um 56,8 Prozent mehr Frauen arbeitslos als noch vor zwölf Monaten.

Hohe Gemeindeschulden und fehlende Kinderbetreuung

Auch die finanzielle Situation vieler Gemeinden wirkt sich indirekt auf den Arbeitsmarkt aus. 2025 lag die Pro-Kopf-Verschuldung in niederösterreichischen Gemeinden bei durchschnittlich 3.383 Euro. Als wesentliche Kostentreiber gelten unter anderem Ausgaben für Kinderbetreuung und Pflege. Gleichzeitig wird gerade in den Bereichen Kinderbetreuung und Pflege bei Investitionen gespart.

Wird bei Betreuungseinrichtungen oder Pflegeangeboten gespart, verschlechtert sich die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Viele Frauen reduzieren in der Folge ihre Arbeitszeit. Zusätzlich erschweren fehlende Angebote die Situation: 2025 steht pro 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nur etwa ein Kindergartenplatz zur Verfügung, für Kinder unter zwei Jahren gibt es nur in jeder zweiten Gemeinde entsprechende Betreuungsmöglichkeiten. Da der Großteil der Betreuungsarbeit weiterhin von Frauen übernommen wird, sind sie besonders stark von Arbeitslosigkeit und Teilzeit-Reduktion betroffen.

Jobgarantie, Ausbildungszentren und kostenlose Kinderbetreuung: SPÖ NÖ legt Maßnahmen gegen steigende Arbeitslosigkeit vor

Die SPÖ Niederösterreich zeigt sich empört über die Untätigkeit der schwarz-blauen Landesregierung und fordert konkrete Maßnahmen und Impulse für den Arbeitsmarkt: Eine Jobgarantie für Langzeitarbeitslose, eine Lehre für Erwachsene, Ausbildungszentren für Gesundheitsberufe sowie den Ausbau mobiler Pflege inklusive der Anstellung pflegender Angehöriger. Zusätzlich soll eine kostenlose Kinderbetreuung stärker der tatsächlichen Arbeitsrealität entsprechen.

“Wie auch in den vergangenen Monaten tut die schwarz-blaue Landeskoalition von Mikl-Leitner und Landbauer absolut nichts, um den 58.690 Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern und ihren Angehörigen eine Perspektive zu bieten. Das von uns seit Beginn der steigenden Arbeitslosigkeit vorgeschlagene Konjunkturpaket fehlt immer noch”, kritisiert SPÖ-NÖ Vorsitzender Sven Hergovich.

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wenn Sie relevante Informationen zum Artikel beitragen können, schicken Sie uns doch eine Mail!

Newsalert

Kostenlos anmelden und keinen Artikel mehr verpassen!

Wir senden keinen Spam! Erfahre mehr in unserer Datenschutzerklärung.

WhatsApp-Kanal öffnen & dann folgen

Prüfe deinen Posteingang oder Spam-Ordner, um dein Abonnement zu bestätigen.

Schlagworte: Arbeitslosenquote NiederösterreichArbeitslosenzahlen März 2026Arbeitslosigkeit FrauenArbeitslosigkeit Frauen NiederösterreichGemeindefinanzen NiederösterreichGesundheits- und SozialwesenSteigendes Pensionsalter
Lisa Schauer

Lisa Schauer

Ähnliche Nachrichten

Symbolbild Arztgespräch für Social Prescribing gegen Einsamkeit und Überlastung
Gesellschaft

Ein Rezept gegen Einsamkeit: Social Prescribing in Niederösterreich

Immer mehr Menschen suchen aufgrund von Einsamkeit oder Überforderung im Alltag Hilfe bei ihren Hausärztinnen und Hausärzten. Eine mögliche Antwort...

von Lisa Schauer
30. März 2026
Junge Frau blick sorgenvoll auf Mobiltelefon
Gesellschaft

Umfrage zeigt: Energiepreise und fehlende Kinderbetreuung belasten Haushalte in NÖ am meisten

Eine repräsentative Umfrage unter 462 Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern zeigt deutlich, welche Themen die Menschen im Land besonders belasten. Neben steigenden...

von Lisa Schauer
19. März 2026

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Pflegerin bei alltäglicher Betreuungssituation

Nach Kritik entlassen: Pflegerin macht Missstände öffentlich

11. April 2026
Napoleon als erfolgreicher Feldherr am Schlachtfeld in Deutsch-Wagram 1809.

Napoleon in Niederösterreich: Die schicksalsreiche Schlacht bei Deutsch-Wagram

8. April 2026
Sanatorium Wienerwald: Wie eine Vorzeige-Klinik zum NS-Entbindungsheim wurde

Sanatorium Wienerwald: Wie eine Vorzeige-Klinik zum NS-Entbindungsheim wurde

16. April 2026
Ausblick Burgruine Dürnstein

5 kostenlose Frühlingsausflüge in Niederösterreich

7. April 2026
OMV-Tanklager in St. Valentin

„Wer nicht zahlt, geht zu Fuß“: OMV-Chef Stern empört mit Aussage

27. März 2026

Regional. Relevant. Echt. Ihre Nachrichten für Niederösterreich – stets nah am Geschehen. Wir berichten über aktuelle Themen, Hintergründe und Geschichten aus der Region, die Sie bewegen.

Unsere Zeitung

  • Über uns
  • Kontakt
  • Impressum
  • Datenschutz

Kategorien

  • Regionales
  • Gesellschaft
  • Politik
  • Wirtschaft

Newsletter

Melden Sie sich für unseren aktuellen Newsalert und unseren wöchentlichen Newsletter an und verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten mehr! Erhalten Sie exklusive Berichte, aktuelle Entwicklungen und tiefgehende Analysen direkt in Ihr Postfach.

Facebook-f Instagram

Welcome Back!

Login to your account below

Forgotten Password?

Retrieve your password

Please enter your username or email address to reset your password.

Log In
Keine Ergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen
  • Niederösterreich Lexikon
  • Geschichte
  • Regionales
  • Gesellschaft
  • Politik
  • Wirtschaft
  • Newsletter
  • Newsalert