Skifahren ist teuer geworden – der Blick auf die großen Skigebiete in Österreich bestätigt das: 2026 kosten Tageskarten im Schnitt 78,45 Euro. Dabei geht es auch anders: In Niederösterreich gibt es mehrere kleine Skigebiete, in denen Skifahren deutlich günstiger ist. Am Arabichl, dem Hochbärneck, am Maiszinken oder Unterberg starten die Tageskarten bereits ab 22 Euro. Solange genug Schnee liegt, bieten diese Skigebiete ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Gleichzeitig sorgt der Klimawandel für erschwerte Wetterbedingungen und unberechenbare Schneeverhältnisse.
Arabichl bei Kirchberg am Wechsel
Das Skigebiet Arabichl liegt ruhig im niederösterreichischen Wechselland und bietet genau jene Atmosphäre, die viele Wintersportler abseits großer Skiregionen suchen. Statt Hektik und Andrang stehen hier Übersichtlichkeit und ein entspanntes Miteinander im Vordergrund, was den Arabichl besonders für Tagesausflüge attraktiv macht. Wer Wert auf Natur und eine angenehme Ruhe legt, findet hier beste Bedingungen für einen unkomplizierten Skitag. Mit 4,3 Kilometern Pisten, die über einen Lift erschlossen werden, ermöglicht der Tageskartenpreis von 22 Euro einen besonders preiswerten Einstieg in den Skitag.
Trotz der Lage des Skigebiets auf bis zu 1.593 m Höhe ist das Skigebiet Arabichl langfristig gefährdet: Aktuell liegt nur rund 15 Zentimeter Schnee. Diese Lage im Mittelgebirge macht das Skigebiet besonders anfällig für die Folgen des Klimawandels. Schneearme Phasen im Winter erschweren die Planung zusätzlich – sowohl für Besucherinnen und Besucher als auch für die Betreiber. Prognosen zufolge könnte sich die Saison am Arabichl bis 2050 deutlich verkürzen.
Bis inklusive 8. Februar ist das Skigebiet täglich in Betrieb und damit auch während der Semesterferien durchgehend geöffnet. Die Lifte sind in Betrieb, alle Pisten sind geöffnet. Beschneit wird nicht – der Skibetrieb erfolgt ausschließlich auf Naturschnee. Den detaillierten Schneebericht gibt es hier.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Skigebiet Hochbärneck bei St. Anton an der Jeßnitz
Hochbärneck ist ein kleines Skigebiet im Mostviertel, das seit Jahren für seine Bodenständigkeit und seine familiäre Ausrichtung geschätzt wird. Die übersichtliche Anlage sorgt dafür, dass sich sowohl Familien als auch Genussfahrer schnell zurechtfinden und den Skitag ohne großen Aufwand genießen können. Gerade diese Einfachheit macht den Reiz des Gebiets aus und unterscheidet es von größeren und deutlich teureren Skiregionen. Bei fünf Kilometern Pisten und drei Liften ist der Tageskartenpreis von 22,50 Euro gut abgestimmt auf das gebotene Skierlebnis.
Mit einer Höhenlage von 900 bis 1.100 Metern ist das Hochbärneck besonders von der Wetterlage abhängig. Die vergleichsweise niedrige Lage gefährdet das Skigebiet langfristig stark. Ein Weiterbetrieb über 2030 hinaus gilt derzeit als wenig realistisch.
Aktuell sind die Skilifte im Skigebiet Hochbärneck aufgrund von Schneemangel geschlossen. Regelmäßige Updates gibt es hier.
Skigebiet Maiszinken bei Lunz am See
Der Maiszinken oberhalb von Lunz am See verbindet Skifahren mit einem offenen Blick auf die umliegende Berglandschaft und vermittelt dadurch eine besonders angenehme Stimmung. Das Skigebiet ist überschaubar, bietet aber dennoch genug Abwechslung, um einen Skitag abwechslungsreich zu gestalten. Dadurch spricht es sowohl Familien als auch ruhigere Skifahrer an, die ein klassisches Wintersportgebiet bevorzugen. Mit 4,5 Kilometern Pisten und drei Liften zeigt sich der Tageskartenpreis von 27,50 Euro als fair kalkuliertes Angebot für ein stimmiges Gesamtpaket.
Der Maiszinken bei Lunz am See liegt auf 760–1.070 m Seehöhe. Mit aktuell rund 20 Zentimetern Schneehöhe ist das Skigebiet eher schneearm, der Betrieb wirtschaftlich entsprechend herausfordernd. Durch den Klimawandel fällt der Schnee unregelmäßig, die Wintersaison wird unsicherer – und kürzer.
Für die Semesterferien gibt es allerdings grünes Licht: Laut Prognosen wird ab 3. Februar Neuschnee erwartet. Damit kann der Liftbetrieb starten. Den detaillierten Schneebericht gibt es hier.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Skigebiet Unterberg bei Pernitz
Der Unterberg ist eines der bekanntesten Skigebiete in der Nähe von Wien und wird gerne als naturnahes Ziel für längere Skitage genutzt. Das Gebiet ist leicht zu erreichen und angenehm übersichtlich. Es bietet deutlich mehr Abfahrten als viele kleinere Skihänge in Niederösterreich. Damit eignet sich der Unterberg besonders für alle, die mehr Zeit auf den Pisten verbringen möchten und Wert auf Abwechslung legen. Auch wenn der Tageskartenpreis mit 36,50 Euro etwas über den zuvor genannten Skigebieten liegt, bietet der Unterberg mit 16 Kilometern Pisten und fünf Liften spürbar mehr Raum für einen abwechslungsreichen Skitag.
Der Unterberg liegt auf 1.342 Höhenmetern. Der Betrieb ist wie am Maiszinken, dem Hochbärneck und Arabichl ebenfalls stark schneeabhängig. Eine Beschneiung ist zwar möglich, doch steigende Kosten machen den Betrieb langfristig herausfordernd.
Aktuell gibt es aber auch für den Unterberg grünes Licht: Der prognostizierte Neuschnee ab 3. Februar sorgt für perfekte Bedingungen. Den detaillierte Schneebericht ist hier zu finden.
Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an
Wer noch mehr sparen möchte, kauft Tageskarten am besten frühzeitig und direkt online. Auch für Familien lohnt es sich, auf spezielle Angebote zu achten. In vielen Skigebieten gibt es etwa vergünstigte Kinderpreise oder zeitlich begrenzte Aktionen rund um Ferien und Wochenenden. Besonders für Vielskifahrer lohnt sich der NÖ Bergerlebnispass, der für 535 Euro Zugang zu 51 Liften und 125 Pistenkilometern in zehn Skigebieten in Niederösterreich bietet.
Liebe Leserinnen, liebe Leser!
Wenn Sie relevante Informationen zum Artikel beitragen können, schicken Sie uns doch eine Mail!








