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Wasserknappheit in Niederösterreich: Gemeinden dürfen Poolbefüllungen verbieten

NÖ Aktuell Redaktion von NÖ Aktuell Redaktion
18. Mai 2026
in Politik
Lesezeit: 2 min zum Lesen
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Eine Frau, die unter einem Sonnenschirm in ihrem Garten mit Pool ihre Freizeit genießt.

Wenn viele private Pools gleichzeitig befüllt werden, kann das die Wasserversorgung in Gemeinden zusätzlich belasten. Bild: Unsplash/Yunus Tuğ. https://unsplash.com/de/fotos/eine-frau-die-an-einem-tisch-neben-einem-schwimmbad-sitzt-h-ObnwOYOs8

Es herrscht Wasserknappheit in Niederösterreich. Auch die aktuellen Niederschläge konnten die Folgen der trockenen vergangenen Wochen in vielen Regionen nicht ausgleichen. In ersten Gemeinden kommt es  jetzt schon zu Trinkwasserknappheit. Gleichzeitig werden vielerorts private Pools für den Sommer befüllt. Die schwarz-blaue Landesregierung bereitet die Bevölkerung bereits auf mögliche Einschränkungen bei Poolbefüllungen vor.

Trockenster Frühling seit Jahren: Wasser wird in ersten Gemeinden knapp

Die Trockenheit macht sich in Niederösterreich immer stärker bemerkbar. Es ist der trockenste Frühling in Niederösterreich seit 1858. Im Waldviertel ist die Lage besonders angespannt. Laut ORF bleibt die Lage trotz aktueller Regenfälle weiterhin angespannt. Denn für die Auffüllung tieferer Bodenschichten und des Grundwassers reichen die Niederschlagsmengen bislang nicht aus.
Erste Gemeinden im Bezirk Melk waren deshalb zuletzt
ohne Trinkwasserversorgung und mussten extern mit Wasser versorgt werden. Die Behörden sprechen zwar von lokalen Einzelfällen, bestätigen aber niedrige Grundwasserstände in vielen Teilen Niederösterreichs.

Private Pools erhöhen den Druck auf die Wasserversorgung

Was die Lage noch weiter verschärft, ist, dass gerade im Frühling und Frühsommer der Wasserverbrauch stark ansteigt. Ein Grund dafür sind private Pools. Wenn viele Haushalte gleichzeitig ihre Becken füllen, wird in kurzer Zeit sehr viel Wasser aus dem Netz entnommen. Für die örtliche Wasserversorgung kann das zum Problem werden. Denn die örtliche Wasserversorgung ist meist auf den normalen Bedarf der Haushalte ausgelegt. Ein einzelner Pool kann je nach Größe mehrere zehntausend Liter Wasser fassen. Wenn in einer Gemeinde viele Pools gleichzeitig befüllt werden, steigt der Verbrauch sprunghaft an. Das kann den Druck in den Leitungen senken. Was bedeutet, dass höher gelegene Orte durch den Druckabfall im Leitungsnetz nicht mehr ausreichend mit Trinkwasser versorgt werden können.

Gemeinden dürfen Poolbefüllungen verbieten

Deshalb ist es Gemeinden erlaubt, bei Wassermangel einzugreifen. In einem Hinweis auf seiner Website stellt das Land Niederösterreich klar, dass die Befüllung von Pools als Nutzwasser gilt. Heißt: Wenn die Trinkwasserversorgung gefährdet ist, dürfen Gemeinden den privaten Wasserbezug einschränken. Möglich sind etwa fixe Zeiten für das Befüllen, eine verpflichtende Anmeldung oder im Ernstfall auch ein Verbot. Vorrang hat die Grundversorgung: Trinkwasser für Haushalte, Landwirtschaft, Tiere, Betriebe und öffentliche Einrichtungen. Wenn Verbote nicht eingehalten werden, können Strafen bis zu 730 € drohen. 

Was Haushalte jetzt beachten sollten

Wer seinen privaten Pool auch in Zeiten von Wasserknappheit befüllen will, sollte sich zuerst an die Gemeinde wenden. Denn bei Wassermangel gelten nicht überall die gleichen Regeln. Befindet sich der Wohnort in einer Gemeinde, in der das Trinkwasser generell knapp ist, kann die Poolbefüllung eingeschränkt oder vorübergehend verboten sein. Einige Gemeinden schreiben fixe Befüllzeiten vor, andere verlangen eine Anmeldung oder können das Befüllen vorübergehend untersagen. Wer in Zeiten akuter Wasserknappheit auf die Befüllung des privaten Pools verzichtet, spart Wasser und trägt dazu bei, die lokale Wasserversorgung zu entlasten.

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