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Home Regionales

Erdbeerzeit in Niederösterreich: Die schönsten Felder zum Selbstpflücken

Dominik Weissensteiner von Dominik Weissensteiner
10. Juli 2026
in Regionales
Lesezeit: 13 min zum Lesen
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Eine junge Frau mit Kleinkind an der Hand im Erdbeerfeld

Selbst gepflückt schmeckt's am besten. Bild: Unsplash

Wer Erdbeeren am Feld selbst pflücken möchte, hat in Niederösterreich die Qual der Wahl. Vom Familienausflug in den Erlebnisgarten mit Hüpfburg bis zum stillen Bio-Acker ist für jeden Geschmack etwas dabei. Quer durchs Land, vom Waldviertel bis in die Region Carnuntum, gibt es zahlreiche Erdbeerfelder, die einen Besuch wert sind. 

Erdbeeren pflücken: Woher kommt die Freude am Feld?

Seit Generationen zieht es die Menschen in Niederösterreich im Frühsommer aufs Feld. Reihe für Reihe wird dort nach den reifsten, süßesten Erdbeeren gesucht. Was diese Tradition so besonders macht und warum sie bis heute nichts von ihrem Reiz verloren hat, haben wir in einem eigenen Artikel nachgezeichnet. Nun zeigen wir, wo die schönsten Felder zu finden sind.

Traditionsbetrieb Wurzer in Bodensdorf bei Wieselburg: Bequemes Pflücken auf 23 Hektar

Bei Familie Wurzer in Bodensdorf dreht sich seit über 40 Jahren alles um die Erdbeere, doch auf den rund 23 Hektar wachsen auch Heidelbeeren, Himbeeren und Brombeeren zum Selberpflücken. Seit 2025 gibt es die Beeren auf erhöhten Dämmen, sodass man ohne tiefes Bücken pflückt. Drumherum gibt es von der Hüpfburg bei Schönwetter bis zu den Erdbeer-Selfie-Stationen am Feld viel zu erleben. Eine Reservierung braucht es nicht, man bringt einfach eigene Schüsseln oder Körbe mit oder kauft vor Ort einen Spankorb. Das leere Gefäß wird beim rot-weiß-roten Verkaufszelt gewogen, dann kann es losgehen. Kinderwägen, Rollstühle und Hunde müssen wegen der schmalen Wege draußen bleiben, und es gibt auch ein Rauchverbot wegen des trockenen Strohs. Das Selberpflücken kostet 6,50 Euro pro Kilo, ab fünf Kilo nur noch 5,50 Euro.

 

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Erdbeerhof Wunderlich im Waldviertel: Selbstpflücken bei Österreichs größtem Erdbeerbetrieb

Die Geschichte von Erdbeerhof Wunderlich beginnt 1986, als Franz Wunderlich mit 17 sein Moped gegen 500 Erdbeerpflanzen eintauschte und den elterlichen Betrieb ganz auf Beeren umstellte. Heute zählen Elfi und Franz Wunderlich zu den größten Erdbeerproduzenten Österreichs. Weil ihnen Regionalität besonders wichtig ist, pflanzen sie dort, wo die Kunden wohnen, und betreiben Selbstpflückerfelder in Stift Zwettl, Obergrünbach bei Karlstein, Grünau bei Waidhofen und Mörtersdorf. Mitbringen muss man nichts, denn Gefäße stehen bereit, ein eigener Korb darf aber gerne dabei sein, und bezahlt wird nur, was man pflückt. In Mörtersdorf gilt allerdings für Gruppen ab vier Personen eine Mindestabnahme von einem Kilo pro Person, und Hunde müssen aus Hygienegründen auf allen Feldern draußen bleiben. Der Preis sinkt mit der Menge, man startet bei 4,90 Euro pro Kilo, ab 10 Kilo wird es dann günstiger.

 

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Zachhalmel im Tullnerfeld: Erdbeeren pflücken in direkter Nähe zum Bahnhof

Die Familie Zachhalmel betreibt gleich vier Erdbeerfelder zum Selbstpflücken, verteilt über das Tullnerfeld und den Bezirk St. Pölten-Land, mit Standorten in Baumgarten bei Reidling, Sieghartskirchen, Zeiselmauer und in direkter Nähe zum Bahnhof Tullnerfeld.
Bei jedem Feld wartet ein Verkaufsstand, dort meldet man sich kurz und kann direkt mit dem Pflücken beginnen. Auch wer nicht selbst aufs Feld will, kommt in den Genuss: An den Ständen gibt es die Erdbeeren auch fertig gepflückt zum Kauf. Mit dabei bei der Ernte ist oft die Australian-Shepherd-Hündin Marley, ein Liebling der Gäste und Maskottchen des Betriebs.

 

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Lehner Beeren in Stadt Haag: Nach dem Pflücken direkt in den Erlebnisgarten

Bei Lehner Beeren in Stadt Haag wächst die Erdbeere seit über 45 Jahren, und gepflückt wird hier „ohne Bücken“ aus Hochbeeten auf Hüfthöhe. Ein Beeren-Ampelsystem in Rot, Gelb und Grün zeigt online und tagesaktuell, welche Beere gerade reif ist. Neben Erdbeeren gibt es in der Hochsaison auch Himbeeren, Heidelbeeren und Brombeeren zum Selbstpflücken. Direkt neben den Feldern liegt das eigentliche Ausflugsziel vieler Familien, der angeschlossene Beeren-Erlebnisgarten. Auf einer Fläche von mehr als fünf Fußballfeldern warten Sprunghügel, Gokart-Parcours, Wasser-Spielplatz und ein Holztraktor mit Ladewagen-Kino. Reservieren muss man nicht, man kommt einfach vorbei, bringt einen eigenen Behälter mit oder nimmt einen Lehner-Karton, und beim Pflücken dürfen die verschiedenen Beeren gemischt und gemeinsam gewogen werden. Nach dem Pflücken ist der Eintritt in den Erlebnisgarten gratis. Einen Kilopreis veröffentlicht Lehner nicht, er wird vor Ort nach Gewicht berechnet.

 

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Erdbeerhof Tempelmayr in Gerersdorf:

Beim Erdbeerhof Tempelmayr in Hofing bei Gerersdorf geht es etwas ruhiger zu, ohne Hüpfburg und großes Rahmenprogramm. Trotzdem ist der Besuch absolut empfehlenswert: Das Selbstpflückfeld liegt direkt am Hof, was den Besuch kurz und unkompliziert macht. Auf den Feldern wachsen drei verschiedene Erdbeersorten. Vlies schützt vor Kälte und hält Unkraut fern. Statt Chemie setzt der Betrieb auf nützliche Mikroorganismen, um die Gesundheit der Erdbeerpflanzen zu fördern. Neben Erdbeeren gibt es auch Marillen, Kirschen und sogar Exoten wie Melonen und Physalis. Man kommt einfach zum Hof und pflückt auf den umliegenden Feldern, naschen ist dabei nach Lust und Laune erlaubt. Eigenes Geschirr kann man gerne von zu Hause mitbringen, oder man nutzt vor Ort einfach ein kostenloses Erdbeerkörberl der Tempelmayrs.

 

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Erdbeerfeld Ponath in Haslau an der Donau: Ein Biobetrieb in fünfter Generation

Das Bio-Erdbeerfeld von Barbara und Norbert Ponath in Haslau an der Donau ist ein rein biologischer Betrieb, ganz ohne Kunstdünger und chemischen Pflanzenschutz, was bei Unkraut und Schädlingen deutlich mehr Handarbeit bedeutet. Die Familie wirtschaftet hier in fünfter Generation, und neben Erdbeeren lassen sich am Feld auch Bio-Erdäpfel selbst pflücken. Am besten bringt man ein eigenes, möglichst flaches Gefäß mit, das vor dem Pflücken gewogen wird, ganz ohne unnötige Verpackung, sonst gibt es einen wiederverwendbaren Holz-Spankorb für einen Euro zum Selbstkostenpreis. Es gilt eine nach Alter gestaffelte Mindestabnahme, ab dreizehn Jahren ein Kilo pro Person, für Kinder entsprechend weniger. Wegen des trockenen Strohs herrscht Rauchverbot. Kinderwägen, Rollstühle und Haustiere bleiben draußen, denn zwischen den Beeren ist einfach zu wenig Platz. Der Preis fürs Selberpflücken liegt aktuell bei 6,00 Euro pro Kilo.

 

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Dominik Weissensteiner

Dominik Weissensteiner

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