Mit einem personellen Wechsel an der Spitze ihres Landtagsklubs hat die SPÖ Niederösterreich am Donnerstag die Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Der bisherige Klubobmann Hannes Weninger übergab seine Funktion an den Landtagsabgeordneten Rene Zonschits. Der 40-Jährige wurde in der Klubsitzung zum neuen Klubobmann gewählt, während Weninger dem Niederösterreichischen Landtag weiterhin als Abgeordneter erhalten bleibt.
Generationenwechsel nach mehr als drei Jahren
Mit der Wahl von Rene Zonschits vollzieht die SPÖ Niederösterreich einen Generationenwechsel an der Spitze ihres Landtagsklubs. Weninger, der im Mai seinen 65. Geburtstag gefeiert hat, zieht sich nach mehr als drei Jahren als Klubobmann aus der Führungsfunktion zurück. SPÖ-Landesparteivorsitzender Sven Hergovich sprach von einem „erfolgreich vollzogenen Generationenwechsel“, der Kontinuität und neue Impulse verbinden solle.
„Mein herzlicher Dank gilt Hannes Weninger, der seine große politische Erfahrung und Weitsicht stets zum Wohl unseres Landes und der niederösterreichischen Sozialdemokratie eingebracht hat – und das als Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags auch weiterhin tun wird“,
so Hergovich.
Weninger zählt zu den profiliertesten SPÖ-Politikern Niederösterreichs. Bereits zwischen 2003 und 2008 war er Klubobmann im Landtag, ehe er in den Nationalrat wechselte. Seit 2023 führte er erneut den SPÖ-Landtagsklub.
Kommunalpolitiker mit Marchfelder Wurzeln
Mit Rene Zonschits übernimmt ein Kommunalpolitiker aus dem Bezirk Gänserndorf die Leitung des Landtagsklubs. Der gebürtige Hainburger ist seit 2023 Landtagsabgeordneter, Vizebürgermeister und Amtsleiter seiner Heimatgemeinde Angern an der March sowie Bezirksparteivorsitzender der SPÖ Gänserndorf.
Hergovich sieht in Zonschits die richtige Besetzung für die neue Aufgabe: „Rene Zonschits bringt die besten Voraussetzungen für seine neue Tätigkeit in unserem Landtagsklub mit. Er ist ein Anpacker, der kommunalpolitische Erfahrung mit einem klaren Blick für die Herausforderungen unseres Landes verbindet.“
„Brücken bauen statt Gräben öffnen“
Auch der neue Klubobmann skizzierte bereits seine Vorstellungen für die künftige Arbeit. Gegenüber dem ORF bezeichnete sich Zonschits als „Verbinder“. Sein Ziel sei es, auch auf Landesebene den Stil fortzuführen, der ihn in der Kommunalpolitik geprägt habe.
„Brücken bauen statt Gräben öffnen – das ist in der Kommunalpolitik ein ganz wichtiger Part. Und das ist für mich auch in der Landespolitik ganz wichtig“,
sagte Zonschits.
Damit setzt die SPÖ auf einen Politiker, dem parteiübergreifend ein kooperativer Arbeitsstil nachgesagt wird. Beobachter sehen darin auch ein Signal für eine konstruktive Zusammenarbeit im Niederösterreichischen Landtag.
SPÖ setzt auf Kontinuität und neue Impulse
Nach Angaben der Partei steht der Wechsel an der Spitze des Landtagsklubs für Kontinuität und frischen Schwung zugleich. Mit Rene Zonschits wolle die SPÖ die Anliegen der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher weiterhin mit Nachdruck im Landtag vertreten.
Der personelle Wechsel reiht sich in eine Reihe organisatorischer Veränderungen innerhalb der SPÖ Niederösterreich ein. Parteichef Sven Hergovich hatte zuletzt bereits weitere personelle Neuerungen in der Landesorganisation vorgenommen. Mit der Wahl von Rene Zonschits ist nun auch die Führung des SPÖ-Landtagsklubs neu aufgestellt.







